Wer neu in die Wohngemeinschaft des SeneCura Sozialzentrums Frauenkirchen einzieht, hat oft große Pläne, wie das Zimmer eingerichtet werden soll. Da wird geplant und vermessen, wo das Bett stehen soll, wie groß der Schrank sein darf und ob sich noch eine Kommode ausgeht. Fast alle überlegen, wo am besten der Fernseher platziert werden soll und ob ein Schreibtisch oder eine Couch wichtiger ist.
Isabella Dürr hatte noch ganz andere Wünsche, bevor sie anfing über die Einrichtung nachzudenken. Weiße Wände waren ihr nämlich einfach zu langweilig.
Gemeinsam mit Nicole Seywerth, ihrer Betreuerin aus der Kreativ-Werkstatt, malte sie ihr Zimmer aus und wählte dafür ein wunderschönes Grün aus.
Die Bewohner:innen in der Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderungen wohnen zumeist viele Jahre, oft mehrere Jahrzehnte in der Wohngemeinschaft. Eine persönliche Gestaltung des eigenen Zimmers hat daher einen hohen Stellenwert. Sie sollen sich im Haus „daheim“ fühlen können – da ist es wichtig, die Einrichtung nach dem persönlichen Geschmack auswählen zu dürfen. Zum Glück steht meist ein fleißiges und geschicktes Team aus Angehörigen, Betreuungspersonen und Haustechnikern fürs Zusammenbauen zur Verfügung. Das eigene Zimmer jedoch selbst ausgemalt zu haben, macht stolz und richtig Lust darauf, noch viele Jahre hier zu verbringen.